Der "Preiskrieg" im Lebensmittelmarkt – billige Lebensmittel kommen uns teuer zu stehen". Warum sind konventionelle Lebensmittel so erstaunlich billig?

Die konventionell wirtschaftenden Bauern unterliegen einem starken Zwang zur Mechanisierung und Chemisierung, um die Erträge zu erhöhen und nicht pleite zu gehen. Dies geht allerdings zu Lasten der Umwelt, deren "Reparaturkosten" sich nicht in den niedrigen Preisen ausdrücken. Da sich die Bio-Bauern diesem umweltbelastenden Zwang nicht unterwerfen wollen und teilweise geringere Erträge erzielen, müssen sie mehr für ihre Erzeugnisse bekommen. Außerdem unterliegen Lebensmittelindustrie und Handel einem hohen Preisdruck mit teilweise ruinösem Wettbewerb, der sogar größere Betriebe und Supermarktketten verdrängt. Darum gibt es wenig Anlaß, sich als Verbraucher/in über die gegenwärtig sehr niedrigen Lebensmittelpreise zu freuen. Diese Fortbildung dient dazu, das komplizierte Geflecht und die Folgen der aktuellen Preisbildung im Lebensmittelmarkt transparent zu machen. Es sollen Alternativen aufgezeigt werden, z. B. Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft und Fairem Handel einzukaufen.

J 9015 - Freitagsseminar Zentrum nachmittags
Dr. Karl von Koerber/Jürgen Kretschmer
Volkshochschule, Gasteig
Fr 22. Juni 2001, 14.30 bis 17.30 Uhr
Gebührenfrei für Lehrkräfte der MVHS
Anmeldung bei Wolfgang Reiter
, Tel. (089) 48 00 6-186