Nachhaltige Ernährung/Ernährungsökologie und Welternährung im WS 2011/2012

Zum Lehrangebot in Weihenstephan: http://www.wzw.tum.de/ernaehrungsoekologie/lehre/index.shtml

Weitere Informationen unter www.wzw.tum.de/ne


Tätigkeitsbericht 2008 - 2010 der Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung
am Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Landbaues

Bericht als pdf-Dokument

Der Start unserer Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung war im Wintersemester 2008/09, also vor drei Jahren. Sie ist Teil des Lehrstuhls für Wirtschaftslehre des Landbaues von Prof. Dr. Dr. h.c. Alois Heißenhuber. Der Lehrstuhl gehört zum Forschungsdepartment für Ökologie und Ökosystemmanagement des Wissenschaftszentrums Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt, das wiederum ein Fachbereich der Technischen Universität München (TUM) ist. Durch diese vielfältige Einbindung ergeben sich innerhalb des Lehrstuhls und mit den angrenzenden Fachgebieten Möglichkeiten der Zusammenarbeit auf verschiedenen Tätigkeitsfeldern rund um Landwirtschaft, Ernährung und Konsumforschung.

 

Lehre

Das Lehrangebot „Nachhaltige Ernährung/Ernährungsökologie“ konnten
wir inzwischen als Wahlpflichtfach in sechs Studiengänge der TUM einführen:

  • Ernährungswissenschaft (B. Sc. und M. Sc.)
  • Agrarwissenschaften und Gartenbauwissenschaften (B. Sc.)
  • Agrarwissenschaft (M. Sc.)
  • Agrarmanagement (M. Sc.)
  • Berufliche Bildung, Fachrichtung Ernährungs- und
    Hauswirtschaftswissenschaft (Lehramtsstudiengang, B. Ed.)
  • Consumer Science (M. Sc., Studiengang läuft aus)

(B. Sc./B. Ed.: Bachelor-Abschluss; M. Sc.: Master-Abschluss).

Häufig nahmen auch Studierende angrenzender Studiengänge der TUM oder auch anderer deutscher Hochschulen als Gasthörer teil. Im kürzlich begonnenen Wintersemester ist die Nachfrage erfreulicherweise mit über 70 Anmeldungen so hoch wie nie – aber über die Hälfte davon und alle auswärtigen InteressentInnen mussten wir leider aus Kapazitätsgründen auf später vertrösten.

 

Forschung

Aus den Lehrveranstaltungen ergeben sich meist Anfragen für Abschlussarbeiten, die wir personell derzeit nur vereinzelt berücksichtigen können, da unsere Arbeits­gruppe trotz des stetigen Wachstums noch nicht groß genug ist. Bislang haben wir im Rahmen laufender Forschungsfragen Bachelor- bzw. Masterarbeiten zu folgenden Themenbereichen vergeben, teilweise an anderen Hochschulen:

  • Klimarelevanz der Ernährung
  • Virtueller Wasserbedarf im Ernährungsbereich
  • Ökologischer Fußabdruck von Lebensmitteln
  • Welternährungssicherung
  • Ansätze der Nachhaltigkeitsbewertung in der Lebensmittelwirtschaft.

Diese Arbeiten sind teilweise bereits auf unserer Homepage herunterzuladen: http://www.bfeoe.de/aktiv/klimaschutz/index.shtml#Masterarbeiten .

Im Zentrum unserer Forschungsaktivitäten steht die Doktorarbeit von Eveline Dasch, die über ein Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung finanziert wird. Ihr Thema lautet: „Bewertung der Nachhaltigkeit von Lebensmitteln“, wobei die Nachhaltigkeitsbewertung in der deutschen Lebensmittelwirtschaft im Fokus steht. Zunächst erfolgte eine Zusammenstellung von Möglichkeiten der Nachhaltigkeits­bewertung aus der wissenschaftlichen Literatur.

Ein wichtiger Baustein ist das Forschungsprojekt „Förderung der Nachhaltigkeit in der bayerischen Lebensmittelwirtschaft und der Verbreitung nachhaltiger Produkte“. Dieses wird mit finanzieller Unterstützung des Cluster Ernährung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten durchgeführt und läuft über 14 Monate bis Juni 2011. Hierbei wurde im ersten Schritt recherchiert, welche praktischen Ansätze zur Nachhaltigkeitsbewertung in der bayerischen Lebensmittelwirtschaft bereits existieren. Demnächst werden ausgewählte bayerische Firmen genauer zu ihren Erfahrungen mit Nachhaltigkeitsbewertungen in der Praxis befragt. Geplant ist die Einbeziehung der ökologischen und der konventionellen Lebensmittelbranche. Aus den gewonnenen Daten soll ein Konzept zur umfassenden Nachhaltigkeitsbewertung von Lebensmitteln abgeleitet werden, mit Fokus auf die Anwendbarkeit in der Praxis. Eine grundlegende Bedeutung hat dabei die Betrachtung aller vier Dimensionen der Nachhaltigkeit (Umwelt, Gesellschaft, Wirtschaft und Gesundheit).

 

Wissenstransfer

Uns erreicht eine stark steigende Zahl von Anfragen für Vorträge, Fortbildungen, Zeitschriftenartikel, Bücher, Interviews etc. Sie finden eine Aufstellung unserer Aktivitäten, die teilweise über das Beratungsbüro für ErnährungsÖkologie laufen, auf der Homepage www.bfeoe.de/aktiv/index.shtml. Auch in unserem Newsletter haben wir darüber informiert. Hervorzuheben sind z. B.

Bedauerlicherweise können wir einem erheblichen Teil der zahlreichen Anfragen aufgrund zeitlicher bzw. personeller Engpässe nicht nachkommen und leiten diese an andere Personen oder Institutionen weiter. So mussten wir auch einige Vorträge im Ausland absagen, z. B. in Italien/Südtirol, Österreich, Luxemburg und den USA.

Aktiv beteiligt sich Karl v. Koerber an dem innerhalb der Münchener Hochschulen neu gegründeten Verein für Nachhaltigkeit e. V. (www.nachhaltigkeit-ev.de) sowie am Bündnis Nachhaltigkeit Bayern, einem in Gründung befindlichen Zusammenschluss zahlreicher Nachhaltigkeits-Initiativen. Darüber hinaus sind wir in die Planung des Jahres-Schwerpunkts 2012 „Ernährung“ im Rahmen der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung involviert (www.bne-portal.de).

Ein zentrales Umsetzungs- und Bildungsprojekt unserer Arbeitsgruppe war im vergangenen Jahr die fachliche Konzeption einer Ausstellung im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (http://www.stmelf.bayern.de). Sie trägt den Titel „Nachhaltige Ernährung: Essen für die Zukunft“ und besteht aus sieben A0-Plakaten und einer Begleitbroschüre mit fachlichen Erläuterungen, in denen die Plakate in Kleinformat enthalten sind. Eine Erweiterung mit interaktiven Anschauungsobjekten zur Visualisierung ist in Arbeit, ebenfalls eine Bauanleitung.

Die Ausstellung umfasst systematisch die ökologische, ökonomische, soziale und gesundheitliche Dimension der Nachhaltigkeit. Zur Lösung der weltweit existierenden Problemfelder im Bereich Ernährung werden sechs Handlungsbereiche aufgezeigt (jeweils positiv formuliert):

  • Verantwortungsvolle Lebensmittelauswahl (pflanzliche/tierische Lebensmittel)
  • Nachhaltige Landwirtschaft (Bio-Lebensmittel)
  • Regionale und saisonale Erzeugnisse
  • Bevorzugung gering verarbeiteter Lebensmittel
  • Fair gehandelte Lebensmittel
  • Energieeffizienz und Ökostrom im Haushalt, Mobilität, Verpackung.

Die Plakate und die Begleitbroschüre zur Ausstellung sind kostenlos herunterzuladen unter www.stmelf.bayern.de/ernaehrung/39064 . Dort kann die Broschüre auch in Papierform kostenlos bestellt werden. Die gedruckten Plakatsätze waren schon nach kurzer Zeit vergriffen. Die Ausstellung ist als ausleihbare Wanderausstellung konzipiert und wurde bereits auf unterschiedlichen Veranstaltungen gezeigt, u. a.:

  • Mai 2010: UGB-Tagung in Gießen und Ökumenischer Kirchentag in München
  • September 2010: Agrarwissenschaftliches Symposium der TUM in Freising
  • September/Oktober 2010: Bayerische Landesgartenschau in Rosenheim
  • geplant für die BioFach 2011 in Nürnberg, Vortrag dazu am 17. 2. 2011, 12 Uhr.

Diese aktuelle Ausstellung knüpft an die Ausstellung zu Klimaschutz und Ernährung an (www.bfeoe.de/aktiv/klimaschutz/index.shtml#Projekte), die wir vor drei Jahren für das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz konzipierten. 

Eine Publikation, an der wir beteiligt waren, ist „Das Klima-Kochbuch“ der BUND-Jugend (www.das-klimakochbuch.de). Dieses ehrenamtliche Projekt ist sehr lebendig und motivierend von der Jugend für die Jugend geschrieben und gestaltet. Wir übernahmen die Durchsicht des Rezeptteils und steuerten einige klimafreundliche Rezepte sowie ein Fachkapitel und das Geleitwort bei.

Im Auftrag des aid-infodienst ist Karl v. Koerber Mitautor für die Unterrichtsmaterialien „Was hat mein Essen mit dem Klima zu tun? für die Klassen 9 und 10 an Haupt-, Real- und Gesamtschulen“. Aus der Ankündigung des aid: „Es erklärt, wie Klima und Nahrungsmittel zusammenhängen, welche Lebensmittel besonders klimarelevant sind und warum der wachsende Fleischkonsum die Erde bedroht“. Bestellbar unter: www.aid.de/ernaehrung/essen_klima.php?orderno=3659.

Auf dieser Basis gibt es auch ein neues Quiz zu „Klima und Ernährung“: http://www.talkingfood.de/lehrer_special/spiele_fuer_den_unterricht/static-lebensmittel_millionaer.

Eine Auswahl weiterer Publikationen unserer Arbeitsgruppe finden sie unter www.bfeoe.de/publikationen/index.shtml

 

Ausblick

Wir bedanken uns bei Prof. Heißenhuber und den MitarbeiterInnen am Lehrstuhl für die Ermöglichung des Aufbaus unserer Arbeitsgruppe. Wir freuen uns auf einen weiteren intensivierten Austausch und eine fruchtbare Kooperation. Unser Ziel ist, nach der Phase der Anschubfinanzierung durch unterschiedliche Sponsoren eine Verstetigung unserer Stellen zu erreichen, indem diese von der Technischen Universität München bzw. vom Freistaat Bayern als Dauerstellen übernommen werden. Erste Gespräche fanden schon statt.

An dieser Stelle möchten wir uns bei den Sponsoren ausdrücklich bedanken, die uns aktuell finanziell unterstützen bzw. in den letzten drei Jahren unterstützten - und damit den Start überhaupt ermöglichten: Werner-und-Elisabeth-Kollath-Stiftung, Eden-Stiftung, Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Bodenhausen-Stiftung, Erich-Rothenfußer-Stiftung, Fa. Isana Naturfeinkost / bio-verde, Fa. Hofpfisterei, Fa. Andechser Molkerei Scheitz, Fa. Life Food / Taifun, Klinik Buchinger am Bodensee, Bioland e. V. und Naturland e. V..
Zusätzlich haben uns in den Anfangsjahren folgende Sponsoren unterstützt:
Stoll VITA Stiftung, Schweisfurth-Stiftung, Selbach-Umweltstiftung (weiterhin Unterstützung bei ausgewählten Veranstaltungen), Gregor-Louisoder-Umweltstiftung, Fa. Eden-Waren und Fa. Chiemgauer Naturkosthandel.

Für die finanzielle Unterstützung unserer Forschungsaktivitäten gilt unser Dank dem Cluster Ernährung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie der Hans-Böckler-Stiftung.

Für den Fortbestand und den Ausbau unserer Aktivitäten sind wir auf die Einwerbung zusätzlicher Drittmittel angewiesen, da wir noch keine Personal- und Sachmittel seitens der Technischen Universität München erhalten – die Infrastruktur (Räume, Verwaltung, Bibliothek ...) wird von der TUM gestellt.


Bericht zum Stand des Faches Nachhaltige Ernährung
an der Technischen Universität München/Weihenstephan, April 2009


Bericht als pdf-Dokument


Mit dem Wintersemester 2008/09 konnten wir das erste Semester mit dem Start des neuen Faches "Nachhaltige Ernährung" erfolgreich vollziehen. Wir haben zwei großzügige Räume auf dem TUM-Campus in Freising/Weihenstephan bezogen und mit der nötigen Infrastruktur wie Computer, Telefone, Faxgerät, Kopierer, Möbel usw. ausgestattet. Innerhalb und außerhalb der Universität erfolgten die Bekanntgabe unserer neuen Aktivitäten sowie zahlreiche "Antrittsbesuche".

In der Lehre konnten wir ein Wochenendseminar über "Nachhaltige Ernährung/ Ernährungsökologie" für Studierende des Lehramts und Lehrkräfte an beruflichen Schulen mit sehr guter Resonanz durchführen. Kürzlich wurde von den Verantwortlichen des "Zentralinstituts für Lehrerbildung und Lehrerfortbildung" die Aufnahme als Wahlpflichtmodul in die Fachprüfungs- und Studienordnung für den Bachelorstudiengang "Berufliche Bildung Fachrichtung Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaften" beantragt. Für das kommende Sommersemester konnten wir erreichen, dass unser Lehrangebot auch für Studierende des Master-Studiengangs "Consumer Science" als Interdisziplinäres Fach in den Studienplan integriert wurde. Für das folgende Wintersemester ist es auch für Studierende der "Agrar- und Gartenbauwissenschaften" als Wahlpflichtfach in die Studienordnung des Bachelor- und auch des zukünftigen Master-Studienganges aufgenommen worden. Für die Master-Studierenden der "Ernährungswissenschaft" bleibt das Angebot als Wahlpflichtfach wie bisher bestehen. Somit sind wir jetzt innerhalb kürzester Zeit in fünf verschiedenen Studiengängen der TU München vertreten.

In der Forschung sind u. a. folgende Schwerpunkte vorgesehen:
· Bewertungskriterien für Nachhaltigkeit im Ernährungsbereich
· Ökologischer Fußabdruck von Lebensmitteln / Ernährungsstilen
· Klimaschutz und Ernährung
· Wasserbedarf für die Lebensmittelherstellung
· Flächenbedarf für die Nahrungsproduktion / Welternährungssicherung.

Eine Bachelor-Arbeit zum Virtuellen Wasserbedarf von Lebensmitteln ist bereits abgeschlossen (Julia Schenkel, die als Praktikantin bei uns weiterarbeitet). Für eine Doktor-Arbeit zu den Bewertungskriterien für nachhaltige Lebensmittel steht der Start kurz bevor bzw. läuft die inhaltliche Konzeption zur Beantragung eines Promotionsstipendiums (Eveline Dasch). Außerdem wurde eine Master-Arbeit zum Ökologischen Fußabdruck von Lebensmitteln vergeben (Katie Meinhold). Hierfür läuft die Kooperation mit mehreren Praxispartnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Umsetzung an. Somit ist die Arbeitsgruppe "Nachhaltige Ernährung" schon innerhalb eines Semesters auf vier Personen angewachsen. Weitere Gespräche mit Interessierten laufen, es bestehen weitere Anfragen für Studienabschlussarbeiten.

Auch im Bereich Wissenstransfer bzw. Kooperation mit diversen Institutionen gab es umfangreiche Aktivitäten, die intensiviert werden sollen. Beispielsweise Kontakte zu unseren Sponsoren - und auch zu weiteren Unternehmen und Institutionen bzgl. Kooperationsmöglichkeiten oder Wissens- und Erfahrungsaustausch. Es liefen zahlreiche Vorträge und Fortbildungen für Multiplikatoren, besonders im Bereich Nachhaltige Ernährung sowie Klimaschonende Ernährung (www.bfeoe.de). Außerdem sind wir an der Konzeption und Durchführung der neuen
Klimakampagne "Starke Verbraucher für ein gutes Klima" des Bundesumweltministeriums und des vzbv mit mehreren Partnerorganisationen beteiligt (www.verbraucher-fuers-klima.de).

Dank der Zusagen von mehreren Stiftungen, Wirtschaftsunternehmen, Verbänden und einer Klinik (http://www.wzw.tum.de/ernaehrungsoekologie/weihenstephan/index.shtml) ist es uns möglich, in einem bescheidenen Umfang mit der Realisierung unseres Vorhabens zu beginnen. Derzeit reichen die eingeworbenen Drittmittel für die Personalkosten einer halben Stelle und eines gewissen Stundenkontingents für wissenschaftliche MitarbeiterInnen. Die nötige Infrastruktur, wie Räume, Mobiliar, Computer, Kopierer, Telefonanlage, Bibliothek, Heizungs-/Stromkosten usw., wird von Seiten der Universität gestellt. Allerdings besteht nach wie vor ein finanzieller Engpass, um die vorgesehenen Aktivitäten auch in den kommenden Jahren zu sichern und auszubauen. Folglich bemühen wir uns weiterhin um zusätzliche Unterstützer unserer Arbeit.

Für Rückfragen und Anregungen sind wir selbstverständlich und gerne offen.

Dr. Karl von Koerber


Mitteilung über den Start des Faches Nachhaltige Ernährung, Oktober 2008



Im Wintersemester 2008/09 haben wir mit dem Aufbau des neuen „Faches Nachhaltige Ernährung“ an der Technischen Universität München/Weihenstephan begonnen!

Nach zwei Jahren intensiver Bemühungen ist es uns gelungen, einen Stifterkreis aufzubauen. Die eingeworbenen Mittel reichen aus, um zunächst in bescheidenem Umfang mit der Arbeit zu beginnen. Hierzu gehören:
• eine halbe Stelle als Wissenschaftlicher Assistent für Dr. Karl von Koerber
• und eine Teilzeitstelle für eine/n Wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in mit einigen Stunden pro Woche.
Wir werden uns um weitere finanzielle Unterstützer bemühen, um die Finanzierung auch für die nächsten Jahre zu sichern, den Zeitumfang zu erweitern und möglichst weitere MitarbeiterInnen und DoktorandInnen beschäftigen zu können. Also Bereitschaftserklärungen und Tipps sind hoch willkommen!

Das neue Fach Nachhaltige Ernährung ist verankert am „Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Landbaues“ von
Prof. Dr. Dr. hc. Alois Heißenhuber. Mit den bisherigen MitarbeiterInnen ergeben sich förderliche Synergien auf verschiedenen Tätigkeitsfeldern rund um Landwirtschaft und Ernährung. Von hier aus werden unsere Aktivitäten administrativ betreut. Die nötige Infrastruktur wie Räume, Mobiliar, Computer, Kopierer, Telefonanlage, Bibliothek usw. werden von Seiten der Universität gestellt, so dass wir die eingeworbenen Drittmittel weitgehend für Personalkosten und zum geringen Teil für Sachmittel einsetzen können. Wir haben zwei Räume in der Blumenstraße 16 in Freising-Weihenstephan bezogen.

Unsere Aktivitäten werden zu Beginn im Wesentlichen folgende Tätigkeiten umfassen – eine Ausweitung ist entsprechend den zukünftigen finanziellen und personellen Möglichkeiten geplant:

Lehrveranstaltungen für Studierende der Studiengänge:
• Ernährungswissenschaft (M.sc.), Wahlpflichtfach mit Prüfung, 4 SWS
• Agrar- und Gartenbauwissenschaften (B.Sc.), Wahlpflichtfach mit Prüfung, 4 SWS
• Consumer Science (M.sc.)
• Lehramt an Beruflichen Schulen
Das Lehrangebot wird voraussichtlich in Form von Blockseminaren durchgeführt.
Zusätzlich sind Exkursionen zu ökologisch orientierten Betrieben sowie Gastvorträge vorgesehen.

Forschung
Kernthemen:
• Kriterien der verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit im Ernährungssystem
• entlang der Wertschöpfungskette: Erzeugung, Verarbeitung, Handel und Konsum (interdisziplinäre Systembetrachtungen einschließlich Abwägungen bei Zielkonflikten)
Forschungsschwerpunkte:
• Klimaschutz und Ernährung (Maßnahmen für klimafreundliche Ernährung)
• Wasserbedarf für die Lebensmittelherstellung („Virtuelles Wasser“)
• Flächenbedarf für die Nahrungsproduktion / Welternährungssicherung (u. a. Flächennutzungskonkurrenzen mit „Agrosprit“)
• Ökologischer Fußabdruck von Lebensmitteln / Ernährungsstilen
Weiterhin sollen Kooperationen mit anderen Forschungsinstitutionen angestrebt werden zu Fragestellungen wie:
• Anwendungsbarrieren nachhaltiger Ernährung und deren Überwindung
• Verbraucherverhalten und Ernährungskommunikation
• Systeme zur Transparenzerhöhung und Kennzeichnung (z. B. „Nachhaltigkeits-Siegel“)
• Ausgestaltung praktischer Umsetzungsprojekte
Die Betreuung von Projekt-, Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten ist möglich.
Ebenso die Mitarbeit als PraktikantIn, gerne auch von anderen Hochschulen.

Wissenstransfer
Kooperationen mit Unternehmen, Verbänden und anderen Institutionen aus:
• Landwirtschaft
• Lebensmittelverarbeitung
• Lebensmittelhandel
• Ernährungskommunikation
• Bildungsinstitutionen
• Medien
• Politik